Blog Archiv

Donnerstag, 30. April 2015 - 05:03 Uhr

- "Realität an ihren Grenzen" / Danila Menshikov

Der Kunstverein Ingelheim präsentiert:

Danila Menshikov
Moskau

"Realität an ihren Grenzen"
Malerei

 
 
 
 

Vernissage 1. Mai 2015, 11.30 Uhr

Ausstellung:
1. Mai bis 30. Mai 2015

Montag bis Freitag 10.00 bis 18.00 Uhr   -  Samstag 10.00 bis 13.00 Uhr
Binger Straße 76 | 55218 Ingelheim | im ehemaligen Weingut Saalwächter



1234 Views

0 Kommentare

Donnerstag, 16. April 2015 - 05:16 Uhr

- Exhibition #WATCH22 / 08.05.2015 - 07.06.2015

#WATCH22

Hauptmotiv2
 

AUSSTELLUNG / DATENSCHUTZ / KUNST / KULTUR /
08.05.2015 - 07.06.2015
MAINZ, BONIFAZIUSTURM A, 22. STOCKWERK

 

Eröffnung: Freitag, 8. Mai 2015, 19 Uhr

Schirmherr und Mitveranstalter: Edgar Wagner, Landesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz (LfDI)

Assistenz, Idee und Organisation: Gilda Farshidfar (LfDI)

Künstlerischer Leiter: Günter Minas

Öffnungszeiten: So – Do 14 -20 Uhr, Fr – Sa 14 -22 Uhr

Adresse: Bonifazius Turm A, 22. Stockwerk, Rhabanusstr. 3,
55118 Mainz

 

In Zeiten der digitalen Revolution sind Künstler zu Forschern, Erfindern und Technikern geworden. Mit kritischem Blick auf Big Data, Videoüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, unlöschbare Internetspuren, Mobilfunkortung und Facebook-Mobbing untersuchen sie den Verlust der Privatheit mit den unterschiedlichsten Strategien. Sie zeigen Möglichkeiten der Tarnung und des Versteckens auf, nutzen dieselben Mittel wie die Überwacher und legen sie damit offen, ironisieren durch Übertreibung, täuschen Überwachung und Vernetzung vor, dokumentieren Fehler und Absurditäten der Datensammlung, oder sie publizieren bislang unbekannte Orte, Methoden und Techniken des “Big Brother” – ob dieser nun die Gestalt von Behörden, Geheimdiensten oder internationalen Konzernen hat.

Umgeben von einem umfangreichen Kulturprogramm an verschiedenen Orten in Mainz präsentiert die Ausstellung etwa 15 internationale Positionen der Medienkunst rund um das Thema Verlust der Privatheit. Zudem bietet der temporäre Ausstellungsraum im 22. Stockwerk einen großartigen Blick auf die Stadt –  unplugged, analog und in Echtzeit.

 

Kulturprogramm: www.watch22.de

 

 

 

 

 

 

 


1365 Views

0 Kommentare

Donnerstag, 9. April 2015 - 05:15 Uhr

- "15. Kurze Nacht" der Galerien und Museen in Wiesbaden / 11. April 2015

Die "15. Kurze Nacht" 

der Galerien und Museen 
in Wiesbaden findet 2015 

a
m 11. April 2015
von 19-24 Uhr statt
 

 

  

http://www.kurze-nacht.de


1227 Views

0 Kommentare

Donnerstag, 2. April 2015 - 05:22 Uhr

- Lois Weinberger in der Kunsthalle Mainz

 

Lois Weinberger in der Kunsthalle Mainz

20/03/15 – 06/09/15

 http://www.kunsthalle-mainz.de/de/info/

 

Die Kunsthalle Mainz freut sich, eine Einzelausstellung mit Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen, Modellen und Notizen Lois Weinbergers (geb. 1947 in Tirol) anzukündigen. Lois Weinberger ist in vielfacher Hinsicht ein ungewöhn-licher Künstler. Trotz seines großen Erfolgs, beispielsweise mit der Teilnahme an der documenta X und der Biennale in Venedig 2009, behauptet er seine Rolle als Außenseiter des Kunstbetriebs – als einer, der sich nicht den üblichen Rahmen-bedingungen anpasst, sondern ganz eigene Wege erkundet. 

Elementar für Weinbergers Arbeit ist der Blick von außen, der sich aus seinem direkten Kontakt mit Wildwuchs und Natur speist. Dies ist nicht als Flucht aus der Zivilisation zu verstehen, sondern als kritische Auseinandersetzung mit ihr. Weinbergers Arbeit ist zugleich die Erforschung der Bedeutung von Begriffen wie Natur, Kultur, Ordnung oder Chaos. Besonders deutlich wird diese Haltung anhand seiner Wild Cubes: Stahlkäfige, mit denen er nichts einsperrt, sondern die Menschheit aussperrt. Weinberger gibt der Wildnis Raum, er durchbricht die Urbanität und hinterfragt das allgegenwärtige Streben nach vollständiger Kontrolle. Der Begriff der Natur steht nicht notwendigerweise im Gegensatz zu dem der Kultur, Weinberger zeigt uns Berührungspunkte, aber auch Grenzverläufe zwischen diesen beiden Konzepten. 

Auch wenn bei Weinbergers Arbeiten auf den ersten Blick konkrete Materialien und Orte im Mittelpunkt stehen, lassen sie sich ebenso als ökologische wie auch als -soziale Metaphern betrachten. Während traditionell die schöpferische Gestaltung verehrt wird, verehrt Weinberger das -unkontrollierte Wachsen. Seine Arbeitsweise unterscheidet sich daher konsequenterweise von traditioneller Kunstproduktion: Er erschafft keine Bilder oder Skulpturen, sondern erzeugt Räume, die sich von selbst entwickeln können, oder stellt Dokumentationen von realen Situationen aus, die beim Betrachter grundsätzliche politische und philoso-phische Fragen aufwerfen können. 

In anderen Projekten entfernt Weinberger Teile asphaltierter Flächen und sperrt diese Gebiete ab, sodass dort Pflanzen unkontrolliert wachsen können; oder er pflanzt auf einem Bahngleis in Kassel aus Südeuropa importierte Pflanzensamen, die als Fremdkörper innerhalb der Architektur und der heimischen Pflanzenwelt als bildhaftes Gleichnis für Migration gelesen werden können.

Das Museum – und ebenso das Künstleratelier – fungiert historisch gesehen als ein geschützter Raum, in dem die Gestaltung der Welt aus sicherer Distanz verhandelt werden kann. Weinbergers Werk folgt jedoch anderen Regeln: Er begibt sich unmittelbar in die Außenwelt und bringt das Unkontrollierte in die Ausstellung, um der übertriebenen Durchgestaltung der Welt entgegenzutreten. Der allgemeinen Angst vor Kontrollverlust hält er eindrucksvoll die Vielfalt und die Freiheit des Wildwuchses entgegen. 

Wenn Künstler sich mit Natur beschäftigen, entspricht ihr Vorgehen häufig dem von Gärtnern, die nur das Aussehen von Gärten gestalten wollen. Weinberger hingegen begreift, dass sich der eigentliche Garten im Boden befindet. Er wendet sich von der alten Vorstellung des hortus conclusus (des geschlossenen Gartens) ab, bei der die Kontrolle des natürlichen Wachstums im Mittelpunkt steht. Stattdessen sucht er Industriebrachen, in denen ganz andere Pflanzen gedeihen können als im gehegten Vorgarten. Den eigent-lichen, anderen Garten findet Weinberger in der Erde und 
im Wachsen selbst. Seine Werke zeigen uns, dass wir das Wesentliche, den eigentlichen Reichtum, verpassen, wenn wir nur Blüten, Nutz- und Zierpflanzen beachten – auch im metaphorischen Sinne.


1352 Views

0 Kommentare