Blog Archiv

Donnerstag, 25. August 2016 - 04:32 Uhr

- Tief in Rheinhessen - Kunstverein Ingelheim 21.Aug - 17.Sep

 

 

"Tief in Rheinhessen" - Kunstverein Ingelheim

 

Malerei zum 200sten Geburtstag der Region von Sven Schalenberg

 

21.August bis17.September 2016

 

Mo - Fr 10-18h

Sa        10 - 13h

 

 

 

screen-shot-2016-08-21-at-1737

 

http://www.kunstverein-ingelheim.de/index.html


391 Views

0 Kommentare

Donnerstag, 18. August 2016 - 04:56 Uhr

- August Macke zu Gast bei Jawlensky noch bis 23OKT16 in Wiesbaden

August Macke zu Gast bei Jawlensky 

13 Mai 2016 — 23 Okt 2016

 

screen-shot-2016-08-07-at-1611

 

Das August Macke Haus in Bonn, in dem der Künstler mit seiner Frau Elisabeth von 1911 bis zu seinem Tod 1914 lebte, schließt aufgrund von Baumaßnahmen ab April 2016 vorübergehend und schickt seine Werke auf Reisen. Die erste Station ist das Museum Wiesbaden, das die bedeutendste Sammlung weltweit von Alexej von Jawlensky beherbergt. Macke (1887—1914) und Jawlensky (1864—1941) lernten sich bereits in München im Vorfeld des Blauen Reiters kennen, weshalb diese Kabinettausstellung eine Wiederbegegnung ihres hochkarätigen Werks darstellt. Elisabeth Macke schreibt über Jawlensky, den sie zwischen den zwei Weltkriegen in Berlin wieder getroffen hat: „Inzwischen war er ein schwerkranker Mann geworden. Als ich zu ihm ging strahlten seine Augen, das Herz ging ihm auf in Erinnerung an vergangene glückliche Zeiten.“

 

Hessisches Landesmuseum für Kunst & Kultur Wiesbaden => http://museum-wiesbaden.de/ausstellungen/august-macke-zu-gast-bei-jawlensky


338 Views

0 Kommentare

Donnerstag, 11. August 2016 - 04:56 Uhr

- Walter Ströher Black Man 15JUL-18SEP16 in Wiesbaden

Walter Stöhrer 
Black Man

15 Jul 2016 — 18 Sep 2016

 

screen-shot-2016-08-07-at-1602

 

Walter Stöhrer ist in Karlsruhe als Schüler von HAP Grieshaber schon früh mit den abstrakten Expressionisten Cy Twombly und Jackson Pollock in Berührung gekommen. Die große Besonderheit an seinen eruptiven Farbbahnen, seiner sehr ehrlichen Malerei ist es aber, dass er einen überzeugenden eigenen und „figürlichen“ Weg — durchaus in seiner verletzenden Wildheit vergleichbar mit der von Willem de Kooning — eingeschlagen hat. Das furios Gestische und das konstant Figürliche, eher unvereinbar in der Kunst nach 1945, wird von Stöhrer mit großer malerischer Kraft zusammengebracht. Diese extreme Position findet im Jahr 1977 ihren Höhepunkt. Das Museum Wiesbaden besitzt mit dem Gemälde Black Man eine exemplarische Arbeit aus dieser Werkphase.

In der Ausstellung, konzipiert in enger Kooperation mit der Walter Stöhrer-Stiftung, sollen weitere Gemälde aus dem Jahr 1977 helfen, den „Schwarzen Mann“ zu entschlüsseln.

 

Hessisches Landesmuseum für Kunst & Kultur Wiesbaden => http://museum-wiesbaden.de/ausstellungen/walter-stoehrer


305 Views

0 Kommentare

Donnerstag, 4. August 2016 - 04:42 Uhr

- "Detail ist alles" 24.06.16 – 16.10.16 in der Mainzer Kunsthalle

 

 

Mainzer Kunsthalle =>  http://www.kunsthalle-mainz.de/de/kunsthalle-mainz/

Detail ist alles

Vito Acconci, Francis Alÿs, Samson Kambalu, Jiří Kovanda, Klara Lidén, Ahmet Öğüt, Roman Ondak, Neša Paripović, Pilvi Takala

24/06/16 – 16/10/16

 

Ein Parkplatz voller Autos. Ein junger Mann betritt die Szenerie, geht zu einem weißen Auto. In Windeseile beklebt er es mit Streifen, Schrift, setzt am Ende das Pappimitat einer Leuchtapparatur auf das Dach. Der junge Mann verschwindet so schnell, wie er gekommen ist und hinterlässt ein Polizeiauto.                                                                               

Ahmet Öğüt: Somebody Else‘s Car (2005)

Die Stadt Istanbul brodelt. Menschen, Autos überall. Wohin das Auge blickt, es trifft immer auf Bewegung. Überfüllte Plätze schließen sich an belebte Märkte, Wohnhäuser und Cafés an. Aus dieser Fülle an Orten und Gegebenheiten greift der türkische Künstler Ahmet Öğüt eine Szenerie heraus. Kaum gefunden holt er sie wie mit dem Vergrößerungsglas heran und fokussiert sie. Die Szenerie ist ganz unscheinbar, völlig gewöhnlich und doch besteht sie aus einer spezifischen Anordnung. Zum gewählten Raum – ein Parkdeck – tritt nun der Faktor Zeit. Der Künstler wählt einen Augenblick, in dem er allein ist. Erst dann folgt die Tat: Er handelt heimlich, schnell, effizient. Die Entscheidung für das Detail: Eine Situation. Eine Person. Eine Handlung.

Oft bildet eine konkrete Situation den Ausgangspunkt für eine Handlung, die Grundlage, von der aus sich etwas entwickelt. Sie ist der Umstand, der gegeben ist und in den der Mensch sich fügt oder der Motor, der ihn antreibt etwas zu tun, um seine Lage zu verändern. Detail ist alles widmet sich der Situation, dem Augenblick und den Handlungen, die in ihm vollzogen werden. Die Ausgangslage bildet den Unterbau für Ahmet Öğüts Aktion: die Verwandlung eines Wagens in ein Polizeiauto. Die Veränderung eines Details findet Widerhall in Erscheinungsbild, Funktion und Bedeutung des Autos, schreibt eine Erzählung neu, nimmt Einfluss auf den Lauf der Dinge.

In einer Welt, in der die Reize beständig wachsen, sich vermehren, schneller werden, verkörpert das Detail einen Sehnsuchtsort. Erst das Bekenntnis zu einer Einzelheit, zu einem Ausschnitt misst ihm die gebührende Bedeutung bei, ermöglicht eine unmittelbare Auseinandersetzung mit ihm und verringert für einen Moment die Komplexität des eigenen Daseins. Durch die Reduktion des Informationsgehalts und die Konzentration auf eine einzige Handlung entstehen nachvollziehbare Situationen. Es gibt Nichts, was ablenkt, kein überflüssiges Beiwerk. Die ausgeführten Handlungen sind klar und entschieden.

Doch noch etwas anderes verbindet sie: Sie erfolgen unerwartet. Sie stören die Ordnung. Sie bringen die Ausgangssituationen in Bewegung. Die kleinen Handlungen führen zu Umbrüchen. Es sind präzise, anarchische Akte, die Künstler in ihren Lebensräumen austragen. Die Stadt und der öffentliche Raum dienen als Wirkungsräume, die sich die Künstler zurück erobern. Sie verhalten sich entgegen der gesellschaftlichen Norm. Sie tun dies heimlich, schnell und subtil. Doch gleichzeitig sind die Taten in ihren Kontexten und in Bedeutungen so wesentlich, dass sie dazu taugen die Geschichte umzuschreiben.

Detail ist alles versammelt künstlerische Werke der letzten Jahrzehnte. Der exponentiellen Vervielfachung von Angeboten, Möglichkeiten, Chancen, Entwicklungen, den Zerstreuungen unserer Zeit setzt die Ausstellung die Hinwendung zum Detail und damit die Konzentration entgegen. EINE Situation: EINE Handlung EINER Person in EINEM Setting – so lautet die Struktur der gezeigten Werke. Diese verbinden Humor mit Ernsthaftigkeit, Rebellion mit Friedfertigkeit, Anarchie mit Ordnung, Kontrolle mit Überraschung, Plan und Zufall. Die Kunsthalle Mainz verwandelt sich in einen Raum der Subversion, der Anarchie, der Streiche.

 

 

342 Views

0 Kommentare